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Es wird langsam...

Ich komme immer besser mit meinem neuen Telefon zurecht. Nach eingängiger Untersuchung und Stunden des Probierens und Scheiterns habe ich es nun einigermaßen raus. Ich kann Anrufe empfangen und auch andere Menschen anrufen. Ich kann Nummern und Adressen speichern, das kleine graue Büchlein hat dann wohl jetzt ausgedient. Ich habe auch schon Fotos gemacht und diese dann verschickt!!!! An mehrere Menschen!!! In Sekunden. Ihr seht schon, diese neuen Möglichkeiten gefallen mir gut und werden immer besser in meinen Alltag integriert. Langsam bereue ich es, das ich mich so lange geweigert habe auf diesen Smartphone Zug aufzuspringen. Es macht wirklich Spaß. Nun kann ich auch kurz in einer Vorlesung einmal etwas bei Google nachschauen und diese Klugscheisser in der ersten Reihe sind zwar schneller, aber haben leider kein Mikrofon. Nie wieder auf einen dieser Streber angewiesen zu sein, wenn mir mal ein wichtiges Datum oder eine Zahl nicht einfällt. Ich beginne, es zu lieben. Meine neue digitale Souveränität. Ich habe auch schon getwittert. Einer meiner Assistenten meinte, dies wäre der neueste Trend im Bereich des Social Media. Jetzt twittere ich immer kurz vor dem Schlafengehen an meine Follower, meistens Streberstudenten, welche Texte unbedingt noch bis zum nächsten Morgen vorbereitet werden müssen und gehe dann im Rahmen meiner Vorlesung auf die Texte nicht ein und vertröste sie auf das nächste Mal. Man sieht oft genau an den müden Augen, wer meine Follower sind. Und es werden immer mehr! Auch die Kollegen sind schon neidisch und werden sicher bald aufrüsten. Ist ja ähnlich wie mit den Autos. Wenn der eine Lehrstuhl Mercedes fährt, braucht der Nächste einen Bentley, so läuft das hier. Die meisten sind Schnösel, aber trotzdem spiele ich da einfach, mit um nicht aufzufallen.

15.9.12 19:45

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