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Die Kollegen

Wie bereits schon des öfteren erwähnt, halte ich die meisten meiner Kollegen an der wirtschaftlichen Fakultät für Vollidioten. Vollkommen zurecht, wie ich meine. Das sind Vollidioten. Wer sich den ganzen Tag nur mit BWL beschäftigt kann nicht ganz normal sein. Da sind ja sogar die Juristen besser, die haben zwar fast alle einen Stock im Arsch, dafür sind sie nicht so unmoralisch und geldgeil. Nicht so... Naja, jedenfalls fällt es den meisten meiner Kollegen schwer, in der heutigen Zeit mit den neuen Entwicklungen stand zu halten. Und ich spreche nicht von den wirklich neuen Entwicklungen, sondern von denen vor zehn Jahren. Also Email und surfen im Internet. Dem schlimmsten von allen, den Namen nenne ich jetzt hier nicht, habe ich vor einer Woche eine Mail geschrieben mit einem ekligen Bild im Anhang und einem Link zu einer Seite, dort werden auch Internetführerscheine angeboten. Der Trottel hat dann da auch wirklich mitgemacht und sich die Urkunde über seinen Schreibtisch gehängt. Ich kann da nur schmunzeln. Und die anderen Kollegen machen hinter seinem Rücken jetzt ständig Witze über ihn. Einer hat ihm sogar schon einen Kindercomputer geschenkt. Aber der ist sich für nichts zu schade und merkt wahrscheinlich nicht, wie wir alle über ihn lachen. Naja, einen trifft es eben immer und gerade in unserer Fakultät wird schon ordentlich Mobbing betrieben. Natürlich auch von mir. Den Studenten im ersten Semester erzähle ich immer gerne, das man in der Wirtschaft auch Ellenbogen braucht. Und nicht nur in der Wirtschaftslehre, sondern vor allem auch in der Schankwirtschaft. Der Witz bringt mir dann immer noch ein paar zusätzliche Lacher ein... Ach ja, eigentlich habe ich schon einen wahnsinnig entspannten Beruf und so schlimm sind die Kollegen dann auch wieder nicht.

26.9.12 16:51, kommentieren

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Es wird langsam...

Ich komme immer besser mit meinem neuen Telefon zurecht. Nach eingängiger Untersuchung und Stunden des Probierens und Scheiterns habe ich es nun einigermaßen raus. Ich kann Anrufe empfangen und auch andere Menschen anrufen. Ich kann Nummern und Adressen speichern, das kleine graue Büchlein hat dann wohl jetzt ausgedient. Ich habe auch schon Fotos gemacht und diese dann verschickt!!!! An mehrere Menschen!!! In Sekunden. Ihr seht schon, diese neuen Möglichkeiten gefallen mir gut und werden immer besser in meinen Alltag integriert. Langsam bereue ich es, das ich mich so lange geweigert habe auf diesen Smartphone Zug aufzuspringen. Es macht wirklich Spaß. Nun kann ich auch kurz in einer Vorlesung einmal etwas bei Google nachschauen und diese Klugscheisser in der ersten Reihe sind zwar schneller, aber haben leider kein Mikrofon. Nie wieder auf einen dieser Streber angewiesen zu sein, wenn mir mal ein wichtiges Datum oder eine Zahl nicht einfällt. Ich beginne, es zu lieben. Meine neue digitale Souveränität. Ich habe auch schon getwittert. Einer meiner Assistenten meinte, dies wäre der neueste Trend im Bereich des Social Media. Jetzt twittere ich immer kurz vor dem Schlafengehen an meine Follower, meistens Streberstudenten, welche Texte unbedingt noch bis zum nächsten Morgen vorbereitet werden müssen und gehe dann im Rahmen meiner Vorlesung auf die Texte nicht ein und vertröste sie auf das nächste Mal. Man sieht oft genau an den müden Augen, wer meine Follower sind. Und es werden immer mehr! Auch die Kollegen sind schon neidisch und werden sicher bald aufrüsten. Ist ja ähnlich wie mit den Autos. Wenn der eine Lehrstuhl Mercedes fährt, braucht der Nächste einen Bentley, so läuft das hier. Die meisten sind Schnösel, aber trotzdem spiele ich da einfach, mit um nicht aufzufallen.

15.9.12 19:45, kommentieren

Verdammte Technik

Manchmal merkt man wirklich das man alt wird. Und immer mehr verblödet. Na gut, so weit ist es bei mir zum Glück nicht gekommen, aber mit diesen neuen technischen Geräten habe ich wirklich so meine Probleme. Es fängt schon damit an, auf diesen kleinen Bildschirmen überhaupt etwas erkennen zu können, das fällt mir oft nicht so leicht. Und dann noch diese ganze Technik. Also mit dem Computer komme ich mittlerweile ganz gut zurecht, aber diese neuen flachen Computer-Telefone und diese Tablets sind mir immer noch ein Dorn im Auge. Obwohl ich mir ja schon so einen eBook-Reader gekauft habe. Für jemanden wie mich ist das die perfekte Alternative, um nicht seinen ganzen Bücherschrank mit auf meine ausgedehnten Reisen nehmen zu müssen. Jetzt habe ich auch keine Probleme mehr, mich vorab zu entscheiden, welche Werke ich gerne mitnehmen will, und auch am Flughafen war mein Gepäck schon lange nicht mehr zu schwer. Meine Studenten sind mit da natürlich weit voraus. Die sind ja besonders technikaffin, meine kleinen Bänker, wie ich sie immer nenne. Wie ihr wisst, verachte ich ja die meisten BWLer, aber damit verdiene ich nunmal mein Geld. Aber ich werde immer besser und habe mich getraut, mir jetzt endlich eines dieser Smartphones zu holen. Natürlich kein iPhone, ich will doch nichts mit Menschen zu tun haben, die tagelang vor einem Laden warten, um ein Telefon zu bekommen. Das ist ja schlimmer als in der DDR. Und dann noch ein so überteuertes Gerät, das von anderen Herstellern weitaus günstiger angeboten wird. Also habe ich mir das neue Samsung Galaxy SIII gekauft, und an den neidischen Blicken meiner Studenten und Enkel habe ich herausgefunden, dass diese Entscheidung wohl nicht die Falscheste war.

7.9.12 07:58, kommentieren